Regenerative Haartherapie
PRP / Eigenblut
Für bessere Haarqualität und die Aktivierung ruhender Haarfollikel.
Quick Facts
Wirkweise
Natürliche Stimulation der Kopfhaut mit körpereigenen Wachstumsfaktoren
Dünner werdendes Haar, vermehrter Haarverlust oder eine nachlassende Haarqualität sind für viele Betroffene eine erhebliche Belastung. Die PRP-Eigenbluttherapie setzt hier mit einem körpereigenen, nicht-chirurgischen Ansatz an.
PRP steht für Platelet-Rich Plasma, ein aus dem eigenen Blut gewonnenes, hochkonzentriertes Plasma, das reich an Wachstumsfaktoren ist. Diese Wachstumsfaktoren spielen im Körper eine zentrale Rolle bei Regenerations- und Reparaturprozessen.
Ziel der Behandlung ist es, die biologischen Bedingungen in der Kopfhaut zu verbessern, die Mikrozirkulation anzuregen und geschwächte, aber noch aktive Haarfollikel zu stimulieren. Da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, besteht kein Risiko einer Abstoßung oder allergischen Reaktion auf den Wirkstoff selbst.
Zur Studienlage ordnen wir offen ein: Die Mehrzahl der vorliegenden Untersuchungen zeigt eine positive Tendenz bei Haardichte und Haardurchmesser, insbesondere in frühen Stadien und bei Patienten unter vierzig Jahren. Es existieren jedoch auch placebokontrollierte Studien ohne messbaren Effekt. Ein einheitliches Protokoll zu Thrombozytenkonzentration, Injektionsvolumen und Intervallen hat sich international bisher nicht durchgesetzt. Wir halten es für richtig, das vor der Behandlung zu sagen statt danach.
Abgrenzung: Die PRP-Therapie ersetzt keine Haartransplantation. Wo Haarfollikel bereits dauerhaft zurückgebildet oder zerstört sind, kann PRP keine neuen Follikel erzeugen. In frühen bis mittleren Stadien kann sie dazu beitragen, den Haarverlust zu stabilisieren und die Haarqualität zu verbessern.
Indikation
Für wen ist die Behandlung geeignet?
Voraussetzung für den Erfolg ist, dass in den zu behandelnden Arealen noch vitale Haarfollikel vorhanden sind, die auf stimulierende Impulse reagieren können.
- beginnendem bis moderatem Haarausfall
- diffuser Ausdünnung der Haare
- stress- oder hormonell bedingtem Haarausfall
- Vorbereitung der Haare auf eine Haartransplantation
- Unterstützung nach einer Haartransplantation zur langfristigen Stabilisierung
- dem Wunsch nach einem natürlichen, nicht-invasiven Ansatz
- vollständig zurückgebildeten oder zerstörten Haarfollikeln
- aktiven Entzündungen oder Infektionen der Kopfhaut
- unbehandelten dermatologischen Grunderkrankungen
- bestimmten Blut- oder Gerinnungsstörungen
- unbehandelten Grunderkrankungen, die den Haarausfall antreiben
In diesen Situationen steht zunächst die Behandlung der Ursache im Vordergrund, oder wir empfehlen ein alternatives Therapiekonzept. Die Entscheidung fällt nach ärztlicher Untersuchung, nicht nach Wunschliste.
Ablauf
Ambulant, in klar strukturierten Schritten
- Anamnese und HaaranalyseVerlauf, Muster und mögliche Auslöser werden besprochen. Bei Bedarf klären wir Begleitfaktoren wie Eisenmangel oder Schilddrüsenwerte ab.
- BlutabnahmeEs wird eine kleine Menge venöses Blut entnommen, vergleichbar mit einer Routineblutuntersuchung.
- Aufbereitung des BlutesDas Blut wird in einer speziellen Zentrifuge verarbeitet. Die festen Blutbestandteile werden vom Plasma getrennt und ein plättchenreiches Plasma mit hoher Konzentration an Wachstumsfaktoren gewonnen.
- Injektion in die KopfhautDas aufbereitete PRP wird mit feinen Nadeln gezielt in die betroffenen Bereiche injiziert. Dort soll es regenerative Prozesse anstoßen, die Durchblutung fördern und das Follikelmilieu verbessern.
- VerlaufskontrolleNachkontrolle und Anpassung des Behandlungsplans anhand des tatsächlichen Verlaufs.
Die gesamte Behandlung dauert inklusive Aufbereitung in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten. Eine besondere Vorbereitung Ihrerseits ist nicht notwendig.
PRP entfaltet seine Wirkung nicht sofort, sondern über wiederholte Reize. In den meisten Fällen empfehlen wir eine Kur aus mehreren Sitzungen in festgelegten Abständen, gefolgt von Auffrischungen. Der individuelle Behandlungsplan wird nach ärztlicher Untersuchung erstellt.
Ergebnisse
Was Sie realistisch erwarten können
Keine. Kurzzeitig sind Rötung oder Druckempfindlichkeit möglich.
Nach einigen Wochen, etwa verminderter Haarausfall oder verbesserte Struktur.
Über mehrere Monate, entsprechend dem natürlichen Haarzyklus.
Sehr gut, da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird.
Wir empfehlen, für etwa 48 Stunden auf Sport, Sauna und intensive körperliche Belastung zu verzichten und für etwa 12 Stunden auf eine Haarwäsche.
Haarwachstum unterliegt einem natürlichen Zyklus, deshalb ist Geduld ein wesentlicher Bestandteil dieser Therapie. Ziel ist vor allem die Stabilisierung des Haarausfalls und die Verbesserung der Haarqualität. Das individuelle Ergebnis kann variieren und lässt sich nicht garantieren.
Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehende Rötung, kleine Hämatome, Schwellung oder ein Spannungsgefühl an den Injektionsstellen. Schwerwiegende Komplikationen sind bei fachgerechter Durchführung selten.
Kombinationen
Im Gesamtkonzept
PRP wird häufig nicht isoliert eingesetzt, sondern als Baustein eines Gesamtkonzepts. Sinnvolle Kombinationen sind die Mesotherapie zur gezielten Wirkstoffversorgung, Polynukleotide zur Verbesserung der Kopfhautqualität sowie medizinische topische Therapien.
Vor und nach einer Haartransplantation kann PRP zur Vorbereitung des Empfängerareals und zur Stabilisierung des vorhandenen Bestands eingesetzt werden. Welche Kombination in Ihrem Fall sinnvoll ist, entscheiden wir nach der Haaranalyse gemeinsam.
Häufige Fragen
PRP / Eigenblut: Ihre Fragen
Wie lange hält die Wirkung einer PRP-Behandlung?
Die Wirkung ist nicht dauerhaft, da PRP die zugrundeliegende Veranlagung nicht verändert. Nach abgeschlossener Grundkur empfehlen wir üblicherweise Auffrischungen alle drei bis sechs Monate, um das erreichte Ergebnis zu halten. Wie lange der Effekt im Einzelfall anhält, hängt von der Form des Haarausfalls, vom Alter und davon ab, ob parallel weitere Ursachen behandelt werden.
Wann sieht man erste Ergebnisse und wann wächst das Haar?
Erste Veränderungen, etwa ein spürbar verminderter Haarausfall oder eine verbesserte Haarstruktur, werden häufig nach einigen Wochen wahrgenommen. Sichtbares Wachstum folgt dem natürlichen Haarzyklus und braucht deutlich länger. Eine belastbare Beurteilung ist meist erst nach drei bis sechs Monaten möglich, weshalb wir vorher keine Zwischenbilanz ziehen.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Injektionen werden von den meisten Patientinnen und Patienten als gut tolerierbar beschrieben, vergleichbar mit kurzen Nadelstichen. Auf Wunsch ist eine lokale Betäubung möglich. Die Blutabnahme entspricht einer normalen Routineblutuntersuchung.
Wann dürfen die Haare nach der Behandlung wieder gewaschen werden?
In der Regel nach etwa zwölf Stunden. Verwenden Sie dabei ein mildes Shampoo und vermeiden Sie starkes Rubbeln sowie sehr heißes Wasser, damit die Kopfhaut nicht unnötig gereizt wird.
Wie lange sollte man nach PRP auf Sport verzichten?
Wir empfehlen etwa 48 Stunden Pause von Sport, Sauna und intensiver körperlicher Belastung. Starkes Schwitzen und erhöhte Durchblutung können die Kopfhaut in dieser Phase zusätzlich reizen.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Das hängt vom Befund ab. Üblich ist eine Grundkur aus mehreren Sitzungen in festgelegten Abständen, gefolgt von Auffrischungen. Den konkreten Plan legen wir erst nach der ärztlichen Untersuchung fest, weil eine pauschale Sitzungszahl dem individuellen Befund nicht gerecht wird.
Beratung
Lassen Sie zuerst den Befund klären
Ob PRP für Sie sinnvoll ist, zeigt die Haaranalyse. Dr. Rosenthal führt jedes Beratungsgespräch persönlich.
Die dargestellten Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch. Wirkung und Verlauf sind individuell und können nicht garantiert werden. Über Nutzen, Grenzen und mögliche Risiken klären wir Sie vor jeder Behandlung persönlich auf.